Grundlagen
Der pH-Wert ist eine wasserspezifische Größe: Jede wässrige Lösung hat einen pH-Wert. Bei 25°C liegen in reinem Wasser H+ und OH- -Ionen in gleichen Anteilen vor. Daher hat reines Wasser einen pH-Wert von 7 (neutral). Die pH-Wert-Skala reicht von pH 0 - 14. Säuren haben einen pH-Wert kleiner 7, Basen größer 7.
Beispiele von pH-Messwerten
| Batteriesäure | pH < 0 |
| Cola | pH 2-3 |
| Orangensaft | pH 3,5 |
| Wein | pH 4,0 |
| Tee | pH 5,5 |
| Menschlicher Speichel | pH 6,5 - 7,4 |
| Meerwasser | pH 7,5 - 8,4 |
| Bleichmittel | pH 12,5 |
| Natronlauge | pH 13,5 - 15 |
Anwendungsbereiche
Der pH-Wert hat in verschiedenen Bereichen eine praktische Bedeutung: In der Trinkwasseraufbereitung schreibt die Europäische Trinkwasserverordnung aus hygienischen und technischen Gründen einen pH-Wert im Bereich von 6,5 bis 9,5 vor. Aggressive Wässer setzen bei einer Leitungskorrosion Metallionen frei. Leitungskorrosion ist ebenso bei Kühl-/Kesselspeisewasser und sonstigen Brauchwässern ein wichtiges Thema. In Schwimmbädern ist der pH-Wert für die Hygiene und den Hautschutz von Bedeutung. Der pH-Wert sollte im Bereich von 6,8 bis 7,6 liegen. Ein zu hoher Wert mindert die Wirkung der Desinfektionsmittel und viel zu niedrige Werte können Hautreizungen verursachen, sowie Korrosion im Aufbereitungssystem und an Schwimmbecken. Viele Industrieabwässer müssen vor der Einleitung in die kommunale Abwasserbehandlung neutralisiert werden. Bei der Abwasserbehandlung werden spezielle pH-Werte eingestellt unter anderem zur Fällung von Schwermetallverbindungen oder zur Reduktion von Chromaten bei Galvanikabwässern. Im Anschluss werden saure Abwasser mit einer Lauge, wie z.B. Kalkmilch oder Natronlauge, alkalische Abwasser mit einer Säure wie z.B. Salz- oder Schwefelsäure neutralisiert. In Prozesswasser ist der pH-Wert eine der wichtigsten chemischen Größen. Oftmals ist der pH-Wert Kennzeichen der Produktqualität oder Garant für optimale Prozessbedingungen z.B. bei der Polymerisation.
Dr. A. Kuntze Messverfahren
Das pH-Messverfahren mit Glaselektroden ist ein potentiometrisches Messverfahren. Der Messeffekt beruht auf einer pH-sensitiven Glasmembran, deren Oberfläche auf den H+ -Ionen-Gehalt einer Lösung mit einer spezifischen Spannung reagiert. Diese Spannung wird relativ zu einem Referenzelement gemessen. Moderne pH-Gläser zeigen heute eine geringe Querempfindlichkeit für andere Ionen über einen weiten Temperaturbereich. Wir verfügen über drei pH-sensitive Gläser mit unterschiedlichen Schwerpunkten:AH – Hoch-Alkali / Hochtemperaturglas ...einsetzbar von pH 0-14. Sehr kleiner Alkalifehler. Mit flüssigem Elektrolyt einsetzbar bis 100°C. LT-Glas – Spezialglas mit geringem Widerstand....Für Kaltwasser-Applikationen. Um ca. 90% reduzierter Widerstand. Einsetzbar von pH 0-12 und Temperaturen von -5 – +60°C. S-Glas – fluoridbeständiges Spezialglas…für Applikationen mit hohem Fluoridgehalt. Einsetzbar bis 500mg/l Fluorid über einen Messbereich von pH 1-11 bei Temperaturen bis 60°C.
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Wählen Sie eines unser Messgeräte – entweder aus der K 100 Serie oder aus der dialog Serie - dazu einen unserer hochwertigen pH-Sensoren (treffen Sie die Auswahl mithilfe unseres Produktnavigators), eine Durchfluss- oder Eintaucharmatur und ein Sensorenkabel und – falls gewünscht/notwendig- unseren Impedanzwandler IWA 11.4. Ein IWA ist bei größeren Entfernungen zwischen pH-Sensoren und Messgerät oder bei ungünstigen Installationsbedingungen sinnvoll.


