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 Anwendungen / Trinkwasser 

Grundlagen

Ozon ist das stärkste Oxidations- und Desinfektionsmittel, das für die Aufbereitung von Trinkwasser angewandt wird. Die Ozonung hat die Chlorung vor allem in Europa als erste Stufe der Aufbereitung bei Oberflächenwasser abgelöst. Nach der Trinkwasserverordnung darf die maximale Zugabe 10 mg/l O3 betragen und es soll die Höchstkonzentration nach Abschluss der Aufbereitung von 0,05 mg/l nicht überschritten werden (Nachweisgrenze).

 

Vorozonung, auch Voroxidation genannt

In der Vorozonung erfolgt meist eine geringe Ozondosierung mit einer Reaktionszeit von 1-2 Minuten mit dem Ziel Geschmack, Farbe und Geruch aus dem Rohwasser zu entfernen, sowie einen Teil der Bakterien, Sporen, Viren, Parasiten abzutöten oder zu inaktivieren. Hier reichen üblicherweise die Reaktionszeit und die Ozondosierung für eine vollständige Desinfektion nicht aus.

Außerdem entfernt Ozon THM-Vorläufersubstanzen und verbessert Mikroflockung. Nach der Vorozonung können in der Regel keine oder nur geringe Ozonrestgehalte im Wasser festgestellt werden.

 

Ozonung im Aufbereitungsprozess

Hier setzt man die Ozonung nach der Filtration ein. Die Konzentrationen sind höher als bei der Vorozonung und die typische Reaktionszeit liegt ungefähr bei 4 Minuten. Die Ziele bei der Ozonung im Aufbereitungsprozess sind hierbei die vollständige Desinfektion (Bakterien, Viren), die Oxidation organischer Verbindungen wie z.B. Phenole, Tenside, Pestizide, die Umwandlung von biologischen nicht abbaubaren organischen Stoffen zu biologisch abbaubaren Stoffen und die Verminderung an Desinfektionsbedarf mit Chlor oder Chlordioxid.

Nach der Reaktionszeit kann die Entfernung des Restozons aus dem Wasser durch granulierte Aktivkohle erfolgen. Bei der Filtration über Aktivkohle wird nicht nur das Restozon entfernt sondern auch gleichzeitig Nebenreaktionsprodukte der Ozonung wie z. B. Trihalogenmethane, Aldehyde und Ketone.

 

Messung von Ozon

Als kontinuierliche Messmethoden für Ozon können photometrische und amperometrische Messungen eingesetzt werden.

Die photometrischen Messungen basieren auf der spektralen Lichtabsorption nach Reaktion mit DPD oder Indigo. Bei einem Durchflussphotometer bzw. -colorimeter wird dem Messwasserstrom ständig eine Reagenz-Lösung zu dosiert. Ein Messzyklus dauert etwa 2-3 Minuten.

Die amperometrisch-potentiostatischen Methoden basieren auf der Messung des zum Oxidationsmittelgehalt proportionalen Depolarisatonsstroms. Amperometrische Mess-Systeme, die zur Überwachung der Einhaltung des Grenzwertes eingesetzt werden, sollten periodisch durch vergleichende Messungen mit einem standardisierten Verfahren (z. B. DIN EN ISO 7393-2) geprüft und kalibriert werden. Es entfällt im Vergleich zum photometrischen Verfahren der Einsatz von Chemikalien, was dazu führt, dass das Messwasser nicht verworfen werden muss und kontinuierlich gemessen wird.

 

Kuntze Messungen bei der Ozonung

In unserem Mess-System Krypton K O3 setzen wir das amperometrisch-potentiostatische Verfahren zur Bestimmung von Ozon ein. Das Krypton ist eine anschlussfertige Messtafel mit patentierter automatischer Sondenreinigung ASR. Das Mess-System verlässt als System geprüft unser Haus und trifft anschlussfertig bei unserem Kunden ein.

In der Aufbereitungspraxis von Trinkwasser lässt sich zur Kontrolle und kontinuierlichen Überwachung der Oxidation mit Ozon der Restgehalte an Ozon in Wasser sehr gut mit dem Mess-System Krypton K kontrollieren. Auch eignet es sich zur zuverlässigen Steuerung von Ozonanlagen wie vom IWW nach eingehender Prüfung im Labor und unter Einsatzbedingungen im Wasserwerk bestätigt wird.

 

Ozon

Krypton K O3

Nachdem wir unser Ozon-Mess-System Krypton K O3 nach DIN EN ISO 15839 (Wasserbeschaffenheit– Online Sensoren /Analysengeräte für Wasser, Spezifikationen und Leistungsprüfungen) im Labor haben prüfen lassen (Prüfbericht), hat es sich nun auch unter Einsatzbedingungen im Wasserwerk bewährt.